Selbsttests

Gesundheit in eigener Hand – wie gut sind Selbsttests?

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Früherkennung ist bei vielen Erkrankungen wichtig. Daher möchten viele Menschen ihre Gesundheit im Blick behalten und rechtzeitig Auffälligkeiten erkennen. Selbsttests erscheinen dann als gute Lösung – vor allem, wenn Untersuchungstermine in der Praxis mit langen Warte- oder Fahrzeiten verbunden sind. Doch bei der Anwendung von Selbsttests gibt es einiges zu beachten.

Welche Selbsttests gibt es?

Das Angebot ist groß und wächst stetig. Besonders häufig eingesetzt werden folgende:

  • Infektions- und Erregernachweise gehören zu den bekanntesten und meistgenutzten Tests. Dazu zählen etwa COVID-19-Antigentests, HIV- oder Hepatitis-Schnelltests sowie Tests auf Streptokokken.
  • Allergie- und Unverträglichkeitstests richten sich an Menschen, die vermuten, auf bestimmte Stoffe empfindlich zu reagieren. Getestet werden kann beispielsweise auf eine Gluten- oder Laktoseintoleranz.
  • Hormon- und Stoffwechseltests geben Einblick in die hormonelle Balance des Körpers. Sie erfassen unter anderem Schilddrüsenhormone, Testosteron oder Cortisol. Auch Fruchtbarkeitstests sowie Menopause-Tests gehören in diese Kategorie.
  • Tests der Blutwerte und Vitalstoffe sind besonders für Menschen interessant, die bestimmte Mängel vermuten oder Krankheiten frühzeitig erkennen möchten. Bestimmt werden können Werte wie Eisen, Vitamin D, Cholesterin oder der Blutzucker.
  • Darmkrebstests prüfen anhand einer Stuhlprobe, ob sogenanntes okkultes Blut im Stuhl vorhanden ist. Das kann ein Hinweis auf Darmpolypen oder daraus entstehenden Darmkrebs sein.

Wie funktionieren die Tests?

Viele der Selbsttests sind als sofort einsatzfähige Sets in Apotheken, Drogeriemärkten oder online erhältlich. Manche liefern ein Sofortergebnis, andere erfordern das Einsenden einer Probe an ein Labor. Meist werden kleine Blut-, Speichel-, Urin- oder Stuhlproben benötigt.

Sind Selbsttests sicher?

Wer Selbsttests zuhause anwendet, sollte einige Punkte beachten, um verlässliche Ergebnisse zu erhalten und Fehlinterpretationen zu vermeiden:

  • Auf Qualität achten: Wählen Sie nur Tests, die ein CE-Kennzeichen tragen und deren Hersteller offen Angaben zu Genauigkeit und Prüfergebnissen machen.
  • Anleitung genau befolgen: Lesen Sie die Gebrauchsanweisung sorgfältig, bevor Sie beginnen. Schon kleine Fehler, wie etwa zu wenig Blut oder eine zu kurze Wartezeit, können das Ergebnis beeinflussen.
  • Ergebnis richtig einordnen: Ein Selbsttest zeigt immer nur eine Momentaufnahme. Hormonwerte oder Infektionsnachweise können je nach Tageszeit, Zyklus oder Krankheitsverlauf schwanken.
  • Datenschutz beachten: Besonders bei Online-Angeboten oder genetischen Tests sollte klar sein, wie und von wem persönliche Daten gespeichert und verwendet werden.
Selbsttests

Wichtig: Selbst sehr zuverlässige Tests ersetzen keine ärztliche Diagnose. Sie sollten sie daher eher zur Orientierung nutzen, aber bei Verdacht auf schwerwiegende Erkrankungen auf jeden Fall eine Arztpraxis aufsuchen. Bei auffälligen oder unklaren Ergebnissen sollte immer ein Arzt oder eine Ärztin hinzugezogen werden, um die Befunde richtig zu bewerten und gegebenenfalls eine Behandlung einzuleiten.

Melanie Thalheim

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